Welche Seiten braucht eine Website? Was zum Start reicht und was warten kann

von Manuela Strehober | 22.10.2026 | PLANUNG

Zwölf Menüpunkte geplant und keine Ahnung, wo du anfangen sollst? Ich zeige dir, welche Seiten deine Website zum Start wirklich braucht, was warten darf und warum ein OnePager oft die bessere Wahl ist.

Deine Themen in diesem Artikel: Inhalte | Strategie | Website-Texte

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste vorab | Für den Start braucht deine Website nur wenige Seiten: eine Startseite, eine Seite für dein Angebot, eine Über-mich-Seite, eine Kontaktmöglichkeit sowie Impressum und Datenschutzerklärung. Alles andere, etwa Blog, Referenzen, FAQ oder Newsletter, darf später dazukommen, wenn deine Website läuft. Oft reicht für den Anfang sogar ein OnePager, also eine einzige lange Seite mit allen wichtigen Inhalten. Entscheidend ist nicht die Zahl der Seiten, sondern dass Besucherinnen und Besucher schnell verstehen, was du anbietest, und wissen, was sie als Nächstes tun können.

In meinen VHS-Kursen erlebe ich eine Szene immer wieder. Am ersten Tag planen wir die Websites, und auf den Post-its sammeln sich die Menüpunkte: Startseite, Über mich, drei Angebotsseiten, Blog, Referenzen, Presse, FAQ, Termine, Downloads, Kontakt. Dann schauen wir genauer hin: Was brauchen die Menschen, die auf deine Website kommen, wirklich, um dich zu verstehen und Kontakt aufzunehmen?

Zwölf Menüpunkte im Plan, am Ende eine Seite, und das war die beste Entscheidung des Abends.

Viele Seiten fühlen sich nach einer richtigen Website an. Aber jede Seite will geschrieben, bebildert und gepflegt werden. Wer mit zu viel startet, startet oft gar nicht. In diesem Artikel zeige ich dir, welche Seiten deine Website zum Start wirklich braucht, was warten darf und wann ein OnePager reicht.

Erst die Fragen, dann die Seiten

Bevor du Seiten sammelst, kläre drei Fragen. Wen möchtest du erreichen? Was sollen diese Menschen über dich wissen? Und was sollen sie am Ende tun: dir schreiben, einen Termin buchen, etwas kaufen?

Aus den Antworten ergibt sich deine Seitenstruktur fast von selbst. Wer vor allem über Empfehlungen kommt und dich kurz kennenlernen möchte, braucht etwas anderes als jemand, der dich über Google zu einem bestimmten Thema findet.

Wenn du bei der ersten Frage noch unsicher bist, hilft dir mein Artikel Zielgruppe für Website definieren. Und was eine Website überhaupt für dein Business leisten kann, liest du in Was macht eine gute Website aus?

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GUT GEPLANT IST HALB GEWONNEN

Deine Website soll wirken - nicht nur hübsch sein? Dann starte nicht mit Technik sondern mit klaren Zielen, Inhalten und deiner Wunschkundschaft. Mein kostenloses "Workbook Website Planung" hilft dir dabei. Ideal, wenn du dir vor dem Aufbau deiner Website erstmal Klarheit wünschst.

Die Startversion: Diese Seiten braucht deine Website wirklich

Fünf Bausteine reichen für einen guten Start. Ob daraus fünf eigene Seiten werden oder fünf Abschnitte auf einer Seite, entscheidest du danach.

Startseite. Sie ist für viele der erste Eindruck und beantwortet in wenigen Sekunden: Wer bist du, was bietest du an, und für wen? Statt „Herzlich willkommen“ steht oben ein Satz, der dein Angebot auf den Punkt bringt. Darunter folgen ein kurzer Überblick, ein Foto von dir und ein klarer nächster Schritt. Wie du deine Startseite einladend gestaltest, zeige ich dir in 5 Tipps für eine einladende Website Startseite.

Angebot. Hier erfährt man, wie du helfen kannst und was sich durch die Zusammenarbeit verändert. Beschreib deine Leistungen in der Sprache deiner Kundinnen und Kunden, nicht in Fachbegriffen, und sag auch, wie es abläuft und was der erste Schritt ist. Preise darfst du nennen, musst du aber nicht. Wenn du mehrere Angebote hast, reicht zum Start oft eine Seite für alle, statt jedem Angebot eine eigene zu geben.

Über mich. Gerade bei Selbstständigen entscheiden Menschen auch nach Gefühl: Passt die Chemie? Erzähl, wie du arbeitest und was dir wichtig ist, und zeig ein Foto, auf dem man dich wiedererkennt. Wie das gelingt, ohne dass es sich nach Lebenslauf anfühlt, liest du in Über-mich-Seiten, die wirklich überzeugen.

Kontakt. Mach es leicht, dich zu erreichen. Eine E-Mail-Adresse oder ein kurzes Formular mit wenigen Feldern reicht. Eine Telefonnummer gehört nur dorthin, wenn du darüber auch erreichbar sein möchtest. Ein Satz wie „Ich freue mich auf deine Nachricht“ wirkt einladender als ein nacktes Formular. Wenn du ein Kontaktformular nutzt, gehört ein Hinweis auf deine Datenschutzerklärung dazu. Und damit die Nachrichten auch wirklich bei dir ankommen: Plugin WP Mail SMTP richtig einrichten.

Impressum und Datenschutzerklärung. Beide sind Pflicht, auch für die kleinste Website, und sollten von jeder Seite aus mit höchstens zwei Klicks erreichbar sein. Meist verlinkst du sie im Footer, also im Fußbereich ganz unten auf jeder Seite. Einen Cookie-Banner brauchst du dagegen nur, wenn deine Website Cookies oder Dienste nutzt, die nicht technisch notwendig sind, zum Beispiel für Statistik oder eingebettete Videos. Was genau dazugehört, erkläre ich in Website rechtssicher machen. Ob dich zusätzlich die Regeln zur Barrierefreiheit betreffen, findest du in Barrierefreie Websites werden Pflicht.

Mehr braucht es für den Start nicht. Mit diesen fünf Bausteinen kann deine Website online gehen und für dich arbeiten.

Was später dazukommen darf

Wenn deine Website läuft, merkst du schnell, was fehlt. Oft sind es die folgenden Seiten, und keine davon muss zum Start fertig sein. Eine Seite mit „Kommt bald“ ist dagegen keine gute Idee: Leere Seiten wirken unfertiger als fehlende.

Referenzen und Kundenstimmen. Wenn andere erzählen, wie die Zusammenarbeit mit dir war, glaubt man es leichter, als wenn du es selbst sagst. Zum Start können zwei, drei Stimmen auf der Startseite oder der Angebotsseite stehen. Eine eigene Seite lohnt sich, sobald genug zusammenkommt. Frag am besten direkt nach Projektabschluss, und hol dir die Erlaubnis, Namen und Text zu veröffentlichen.

Häufige Fragen. Wenn du immer wieder dieselben Fragen beantwortest, gehören sie auf deine Website. Das spart dir Zeit und hilft Menschen bei ihrer Entscheidung. Auch hier gilt: zuerst als Abschnitt auf der Angebots- oder Kontaktseite, später vielleicht als eigene Seite.

Blog. Mit einem Blog beantwortest du die Fragen deiner Zielgruppe und wirst bei Google besser gefunden. Er lohnt sich aber erst, wenn du ihn auch pflegen möchtest. Ein Blog mit drei Beiträgen von vor zwei Jahren wirkt eher verlassen als kompetent. Was ein Blog für dich tun kann, liest du in Warum ein Blog für Selbstständige unverzichtbar ist.

Newsletter und Freebie. Ein Newsletter hält den Kontakt zu Menschen, die (noch) nicht kaufen. Ein Freebie, also ein kostenloses Material wie eine Checkliste, ist oft der Anlass, sich dafür einzutragen. Beides baut aufeinander auf und darf warten, bis die Grundlage steht. Mehr dazu in Newsletter für Selbstständige und Freebie erstellen.

Terminbuchung, Downloads, Shop. Solche Funktionen kommen dazu, wenn dein Angebot sie braucht. Meine Faustregel: Wenn du etwas immer wieder per E-Mail regelst, lohnt es sich, es auf die Website zu holen.

spruch: wer ständig erweitert, verliert oft den blick für das wesentliche.

OnePager oder mehrere Seiten?

Ein OnePager ist eine Website, die aus einer einzigen langen Seite besteht. Startseite, Angebot, Über mich und Kontakt stehen als Abschnitte untereinander, und das Menü springt per Ankerlink dorthin (ein Ankerlink führt zu einer bestimmten Stelle auf derselben Seite). Impressum und Datenschutzerklärung bleiben eigene Seiten und werden wie gewohnt im Footer verlinkt.

Ein OnePager passt zu dir, wenn du ein klares Angebot hast, deine Website vor allem als Visitenkarte dient und du zügig starten möchtest. Viele Selbstständige werden über Empfehlungen gefunden. Wer dich schon kennt, möchte sich in Ruhe ein Bild machen, nicht durch zwölf Seiten klicken.

Mehrere Seiten lohnen sich, wenn du unterschiedliche Angebote hast oder über Google mit verschiedenen Suchbegriffen gefunden werden möchtest. Ein OnePager hat nur eine Adresse, einen Seitentitel und eine Beschreibung für Google. Für ein Thema funktioniert das gut, für viele Themen kaum.

In meinen Kursen ist der OnePager oft die beste Lösung, und zwar nicht als Notlösung. Er zwingt dazu, das Wichtigste zuerst zu sagen und alles andere wegzulassen. Das tut fast jeder Website gut.

Und du musst dich nicht für immer entscheiden. Ein OnePager lässt sich später ausbauen: Aus einem Abschnitt wird eine eigene Seite, sobald es Zeit dafür ist. Wie du Ankerlinks setzt, zeige ich dir in Ankerlinks setzen mit Divi. Und wenn ein einzelnes Angebot eine eigene Seite braucht, hilft dir Landing Page mit Divi erstellen.

Was für jede Seite gilt

Ob eine Seite oder zehn: Drei Dinge machen den Unterschied.

Eine klare Navigation. Menüpunkte, bei denen man sofort weiß, was dahintersteckt. Also lieber „Angebot“ als „Powerpaket 3.0“. Fünf, sechs Punkte reichen meistens.

Texte in der Sprache deiner Zielgruppe. Schreib so, wie du im Gespräch mit deiner Lieblingskundin sprechen würdest, verständlich und ohne Fachchinesisch. Wie das gelingt, zeige ich dir in 5 Tipps für Website Texte, die deine Zielgruppe wirklich ansprechen.

Ein nächster Schritt. Jede Seite endet mit einer Einladung: Kontakt aufnehmen, Angebot ansehen, Termin buchen. Wer ankommt, soll wissen, wie es weitergeht.

Und weil viele deine Website auf dem Handy öffnen, schau dir jede Seite auch dort an. Bevor du online gehst, hilft dir meine Website Launch Checkliste.

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FAQ: Welche Seiten braucht eine Website?

Wie viele Seiten braucht eine Website mindestens?

Für den Start reichen Startseite, Angebot, Über mich und Kontakt sowie Impressum und Datenschutzerklärung. Als OnePager ist das eine lange Seite plus die beiden Pflichtseiten.

Reicht ein OnePager, um bei Google gefunden zu werden?

Für deinen Namen und ein klares Hauptthema ja. Wenn du mit mehreren Themen oder Suchbegriffen gefunden werden möchtest, kommst du mit Unterseiten oder einem Blog weiter. Mehr dazu in SEO für Selbstständige.

Muss ein Blog von Anfang an dabei sein?

Nein. Ein Blog lohnt sich, wenn du ihn regelmäßig pflegen möchtest. Starte lieber ohne und ergänze ihn, wenn du Zeit und Themen hast, als mit einem Blog, der nach drei Beiträgen verstummt.

Brauche ich einen Cookie-Banner?

Nur, wenn deine Website Cookies oder Dienste einsetzt, die nicht technisch notwendig sind, zum Beispiel Statistik-Tools oder eingebettete Videos und Karten. Eine schlichte Website ohne solche Dienste kommt oft ohne aus. Im Zweifel prüfst du das mit einem Generator wie dem von eRecht24 oder lässt dich rechtlich beraten

Kann ich mit wenigen Seiten starten und später ausbauen?

Ja, und das empfehle ich dir sogar. In WordPress legst du neue Seiten jederzeit an und nimmst sie ins Menü auf. So wächst deine Website mit deinem Business, statt vor dem Start alles fertig haben zu müssen.

Fazit: Klein starten, später wachsen

Deine Website muss zum Start nicht alles können. Sie muss erklären, was du anbietest, zeigen, wer du bist, und den Weg zu dir leicht machen. Dafür reichen wenige Seiten, manchmal eine einzige. Alles andere darf wachsen, wenn du merkst, dass es gebraucht wird.

Eine kleine Website, die online ist, hilft dir mehr als eine große, die nie fertig wird.

Wenn du dir bei deiner Struktur eine zweite Meinung wünschst, schauen wir sie uns im Website Mentoring gemeinsam an. Du möchtest deine Website lieber in einer Gruppe bauen? Dann sind meine VHS-Kurse in Berlin vielleicht etwas für dich. Und wenn du lieber abgibst, findest du alles zur Website vom Profi.

Du hast noch Fragen? Ich freue mich auf jede einzelne.

Gefällt dir der Inhalt? Teile ihn gern.

Strehober Webdesign Hallo

Ich bin Manuela und begleite Selbstständige rund um ihren Webauftritt. Als Webdesignerin & Website Mentorin gehe ich mit dir den Weg nicht zu irgendeiner, sondern zu deiner Website - einer, die dich zeigt, die du gern zeigst und die für dich arbeitet. #keepitsiMple

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Viele Menschen wünschen sich, sie hätten früher angefangen. Fast niemand wünscht sich, er hätte später angefangen. James Clear

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